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Black Friday und Cyber Monday: Milliardengeschäfte auf dem Rücken der Arbeitnehmer


Preistafel Black Friday

Der Handelsverband Deutschland (HDE) jubelt über prognostizierte Rekordumsätze zu Black Friday und Cyber Monday. Mit 5,8 Milliarden Euro Umsatz rechnen sie in diesem Jahr, und das soll angeblich ein Wachstum von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellen. Doch hinter den vermeintlichen Erfolgsmeldungen verbirgt sich eine düstere Realität.


Während der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp sich über die gestiegenen Umsatzzahlen freut, vergisst er zu erwähnen, welchen Preis die Arbeitnehmer dafür zahlen. Jahr für Jahr werden sie dazu gedrängt, zu "unmenschlichen" Bedingungen zu arbeiten, um die überhöhten Umsatzziele zu erreichen. Die Verlockung von Sonderangeboten und Schnäppchen lockt viele Menschen an die Kassen, doch die Realität in den Geschäften sieht anders aus.


Die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel sind oft katastrophal. Die überlasteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen stundenlang ohne angemessene Pausen arbeiten, um die Kundenmassen zu bewältigen. Überstunden sind an der Tagesordnung, und das alles für oft niedrige Löhne. Das Versprechen von "guten Angeboten" an Black Friday und Cyber Monday verleitet die Verbraucher dazu, sich in den Kaufrausch zu stürzen, ohne die Konsequenzen für die Beschäftigten zu bedenken.


Der HDE feiert die steigende Popularität dieser Aktionstage, doch das ist nicht mehr als ein Ablenkungsmanöver von den eigentlichen Problemen. Es ist an der Zeit, die Ausbeutung der Arbeitnehmer im Einzelhandel zu beenden. Die Gewerkschaften kämpfen seit Jahren für bessere Arbeitsbedingungen, gerechte Löhne und menschenwürdige Arbeitszeiten. Es wird höchste Zeit, dass die Arbeitgeber ihrer sozialen Verantwortung nachkommen und die Arbeitnehmer nicht länger als Kostenfaktor betrachten.


Der Black Friday und der Cyber Monday mögen für die Einzelhändler profitabel sein, doch die wahren Kosten tragen die Arbeitnehmer. Es ist an der Zeit, dass die Gesellschaft aufwacht und die Ausbeutung im Einzelhandel nicht länger toleriert. Denn ein wahres Schnäppchen sollte nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer erkauft werden.

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