top of page

Jaqueline Hanuta hatte Angst


Jacqueline Hanuta war eine junge Frau mit einem sanften Lächeln, doch tief in ihrem Inneren trug sie eine Furcht, die sie schon lange begleitete - die Angst davor, ihre Stimme zu erheben und für ihre Rechte einzustehen. Sie arbeitete in einer großen Fabrik, wo die Arbeiterinnen und Arbeiter oft übermäßig lange Stunden arbeiten mussten und dennoch kaum genug Geld zum Leben hatten.


Eines Tages erfuhr Jacqueline von einer Bewegung, die sich zusammengeschlossen hatte, um für einen gerechten Lohn- und Gehaltstarifvertrag zu kämpfen. Sie sah in dieser Gelegenheit eine Chance, ihre Angst zu überwinden und etwas zu bewirken. Die Forderungen waren klar: mindestens 14% Lohnerhöhung, um ein menschenwürdiges Leben führen zu können.


Mit zitternden Händen und einem klopfenden Herzen trat Jacqueline der Streikbewegung bei. Sie spürte, wie ihre innere Stärke wuchs und ihre Ängste langsam schwanden. Gemeinsam mit den anderen Streikenden fand sie Halt und Unterstützung. Es war ein neues Gefühl der Solidarität und des Zusammenhalts, das sie bis dahin noch nicht gekannt hatte.


Tag für Tag standen sie vor der Fabrik und riefen laut ihre Forderungen. Jacqueline spürte, wie ihre Stimme stärker und klarer wurde, als sie ihre Rechte einforderte. Sie ließ sich nicht länger von der Angst beherrschen, sondern wuchs über sich hinaus. Die Streikenden kämpften nicht nur für sich selbst, sondern für all diejenigen, die in ähnlichen Situationen waren und von den niedrigen Löhnen betroffen waren.


Die Fabrikleitung versuchte, die Streikbewegung zu unterdrücken und die Arbeiterinnen und Arbeiter einzuschüchtern. Doch Jacqueline und die anderen ließen sich nicht beirren. Sie hatten gelernt, dass ihre Stimme und ihr gemeinsames Handeln mächtiger waren als die Angst, die sie einst gelähmt hatte.


Nach vielen Wochen des Streiks und der öffentlichen Aufmerksamkeit konnte die Bewegung einen Durchbruch erzielen. Die Fabrikleitung stimmte einem Lohn- und Gehaltstarifvertrag zu, der eine Erhöhung von mindestens 14% vorsah. Jacqueline und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter feierten diesen Erfolg als einen Sieg der Solidarität und des Muts.


Jacqueline Hanuta hatte ihre Angst überwunden und erkannt, dass sie die Kraft hatte, Veränderungen herbeizuführen. Ihr Streik war nicht nur ein Kampf um höhere Löhne, sondern auch ein Kampf für die Würde und Gerechtigkeit aller Arbeiterinnen und Arbeiter. Von diesem Tag an war sie eine Stimme für diejenigen, die noch im Schatten der Angst standen, und eine Inspiration für andere, ihre eigenen Ängste zu überwinden und für eine bessere Zukunft einzustehen.

18 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
bottom of page