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Streik bei Kaufland in Rudolstadt


Nach den ersten Streiks in Ostthüringen und Erfurt in der vergangenen Woche und in Südthüringen am gestrigen Donnerstag, bestreiken heute Einzelhandelsbeschäftigte verschiedener Betriebe die Kaufland-Filiale in Rudolstadt. Aufgerufen sind Beschäftige verschiedener Kaufland-Filialen, von Netto sowie einer Erfurter H&M-Filiale.


„Nach zwei Jahren der Pandemie und mehr als einem Jahr Inflationskrise bieten die Arbeitgeber ihren Beschäftigten aktuell weitere Jahre des Reallohnverlustes an. Dass die Beschäftigten, die ihren Unter-nehmen in dieser Zeit Rekordumsätze erwirtschaftet haben, sauer sind, ist verständlich“, so Matthias Adorf, Gewerkschaftssekretär bei ver.di Thüringen für den Fachbereich Handel.


Die Beschäftigten treffen sich am 16.06.2023 um 9 Uhr vor dem Kaufland in Rudolstadt, Am Spielborn 1-3.


Am 1. Juni endete die erste Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung des Einzel- und Versandhandels Sachsen, Sachsen-An-halt und Thüringen ergebnislos. ver.di fordert für die Beschäftigten u.a. 2,50€ mehr Lohn und Gehalt pro Stunde, was einer Anhebung des Eckgehalts um ca. 15 % entspricht. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. Die Arbeitgeber bieten lediglich Erhöhungen im Umfang von 7,5 % an – allerdings gestreckt auf zwei Jahre.


„Wir werden unsere Streiks auch in den kommenden Wochen auf weitere Einzelhandelsbetriebe ausweiten. Wir streiken bis der Arbeit-geberverband verstanden hat, dass man so nicht mit unseren Kolle-ginnen und Kollegen umgehen kann und uns ein verhandelbares An-gebot unterbreitet“, so Adorf weiter.

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