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Streiks im Thüringer Einzelhandel nun auch in Südthüringen


Nachdem in der vergangenen Woche bereits Beschäftigte aus dem Ostthüringer Einzelhandel sowie in der Region Erfurt die Arbeit nie-dergelegt und für mehr Lohn und Gehalt gestreikt haben, weitet ver.di die Arbeitskämpfe heute auf den Südthüringer Raum aus. Auf-gerufen sind Beschäftige verschiedener Kaufland-Filialen.


„Das Angebot der Arbeitgeberseite hat die Beschäftigten wütend ge-macht. Vier Jahre Reallohnverluste in Folge sind der Dank für das durch die Beschäftigten erwirtschaftete höchste Umsatzwachstum seit 1994“, so Matthias Adorf, Gewerkschaftssekretär bei ver.di Thüringen für den Fachbereich Handel.


Die Beschäftigten treffen sich 15. Juni um 9 Uhr vor dem Kaufland in Meiningen, Werrastraße 14.


Am 1. Juni endete die erste Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung des Einzel- und Versandhandels Sachsen, Sachsen-An-halt und Thüringen ergebnislos. ver.di fordert für die Beschäftigten u.a. 2,50€ mehr Lohn und Gehalt pro Stunde, was einer Anhebung des Eckgehalts um ca. 15 % entspricht. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. Die Arbeitgeber bieten lediglich Erhöhungen im Umfang von 7,5 % an – allerdings gestreckt auf zwei Jahre.


„Geht es nach dem Arbeitgeberverband sind es die Beschäftigten des Einzel- und Versandhandels, die für die Inflationskrise zahlen sollen. Dieselben Kolleginnen und Kollegen sind seit Monaten dem Frust der Kunden über die steigenden Preise ausgesetzt, die sie sel-ber kaum noch bezahlen können. Das muss sich ändern!“, so Adorf weiter.

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