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Tarifverhandlungen im Einzelhandel Schleswig-Holstein weiter ohne Ergebnis.


Verhandlungen mit einem Laptop auf dem Tisch

Die fünfte Verhandlungsrunde in den aktuellen Tarifverhandlungen der Gewerkschaft ver.di für die Beschäftigten des Einzelhandels in Schleswig-Holstein endete am 15. September ohne Ergebnis. Die Arbeitgeber zeigen weiterhin eine Blockadehaltung und bieten den Beschäftigten Entgeltsteigerungen an, die vor dem Hintergrund der aktuellen Preissteigerungen auf einen Reallohnverlust hinauslaufen würden.


Das Angebot der Arbeitgeber sieht vor, die Entgelte ab Oktober 2023 um 5,3% und ab Juli 2024 um 3,1% zu erhöhen. Eine Inflationsausgleichsprämie, die ebenfalls Bestandteil des Angebots ist, soll mit bereits gezahlten entsprechenden Leistungen verrechnet werden. Zudem soll eine Notfallklausel für Arbeitgeber in wirtschaftlicher Notlage vereinbart werden. Diese Angebote sind aus Sicht der Gewerkschaft ver.di nach wie vor unzureichend und berücksichtigen nicht angemessen die schwierige finanzielle Situation der Beschäftigten.


Bert Stach, Landesbezirksfachbereichsleiter Handel und Verhandlungsführer für ver.di, betont: "Das Angebot der Arbeitgeberseite war im Juli unzureichend und ist es heute immer noch. Die Arbeitgeber scheinen die schwierige finanzielle Situation der Beschäftigten nicht angemessen zu berücksichtigen."


Der nächste Verhandlungstermin ist für den 6. November 2023 angesetzt. ver.di Nord setzt sich weiterhin für gerechte Löhne und Gehälter im Einzelhandel ein und fordert eine Erhöhung um 2,50 Euro pro Stunde. Für die unteren Beschäftigtengruppen soll der Stundenlohn auf 13,50 Euro angehoben werden, und für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 250 Euro. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 12 Monaten haben, und ver.di strebt die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge an.


In Schleswig-Holstein sind mehr als 120.000 Beschäftigte im Einzelhandel tätig, wobei das häufigste Entgelt bei 2830,84 Euro für Verkäuferinnen und Verkäufer liegt. Die letzte Lohn- und Gehaltserhöhung im Mai 2022 betrug lediglich 1,7%.

Es ist an der Zeit, dass die Arbeitgeber ihre Verantwortung gegenüber den Beschäftigten wahrnehmen und gerechte Löhne ermöglichen. Die Menschen im Einzelhandel leisten tagtäglich wertvolle Arbeit und verdienen angemessene Entlohnung. ver.di wird weiterhin entschlossen für die Interessen der Beschäftigten eintreten und sich nicht von der Blockadehaltung der Arbeitgeber entmutigen lassen.


Gemeinsam stehen wir solidarisch an der Seite der Beschäftigten im Einzelhandel!

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