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ver.di-Tarifrunde Galeria Karstadt Kaufhof: Streikende erhöhen den Druck auf den Warenhauskonzern


Am morgigen Freitag, 09.06.2023 ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten von Galeria Karstadt Kaufhof zum Streik auf. Die Streikenden werden um 11 Uhr auf dem Hirschlandplatz in Essen zu einer Kundgebung zusammenkommen. Dort wird die ver.di-Landesfachbereichsleiterin für den Handel, Silke Zimmer, zu den Streikenden sprechen.


Beteiligen werden sich die Beschäftigten der Warenhäuser in Duisburg (Tonhallenstr. und Düsseldorfer Str.), Wuppertal, Dortmund, Münster (Salzstr. und Ludgeristr.), Köln (Breite Str. und Hohe Str.), Siegburg, Aachen, Bochum, Oberhausen, Mülheim a. d. Ruhr und Essen an dem Streik.


„Gerade die Beschäftigten bei GALERIA, die bei Vollzeitarbeit auf 5.500 Euro Gehalt/Lohn jährlich verzichtet haben, um in die Zukunft des Unternehmens zu investieren, benötigen einen guten tariflichen Abschluss über der Inflationsrate zu ihren jetzigen Einkommen. Die Rekordinflation trifft die Kolleginnen und Kollegen schließlich umso härter, denn der Reallohnverlust führt dazu, dass die allermeisten kaum noch Geld haben, über das sie frei verfügen können. Jetzt braucht es endlich einen anderen Weg, nur mit gut bezahltem und ausreichend vorhandenem Personal hat das Warenhaus eine Zukunft. Leider akzeptieren die Arbeitgeber dies nicht am Verhandlungstisch und daher müssen wir dafür den Druck auf der Straße bringen“, so Zimmer. „Zudem werden wir uns auch weiter für die von der Schließung bedrohten Häusereinsetzen. Für uns gilt weiter, dass wir um jedes Warenhaus und jeden Arbeitsplatz kämpfen.“


ver.di fordert die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzelhandels für die Beschäftigten sowie eine Mitgliedervorteilsregelung in Höhe von 750 Euro und Insolvenzschutz für geleistete Mehrarbeit und Vergütungsansprüche, damit Ansprüche bei einer Insolvenz nicht verloren gehen. Darüber hinaus soll es für alle Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz verlieren, für die letzten drei Monate des Beschäftigungsverhältnisses eine Wertschätzungszulage in Höhe von monatlich 1.000 Euro geben.


Die nächste Verhandlungsrunde findet am 15. Juni in Frankfurt statt.

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