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Warnstreiks im Handel Ostwestfalen-Lippe gehen weiter.


Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am Dienstag, 30.05. und Mittwoch, 31.05.2023 Beschäftigte des Einzelhandels und Groß- und Außenhandels aus Ostwestfalen-Lippe zu einem 2-tägigen Warnstreik auf. Seit Beginn des Monats Mai ist die Friedenspflicht in den Branchen ausgelaufen. Die ersten beiden Verhandlungsrunden brachten keine zufrieden-stellenden Ergebnisse. Deshalb haben sich an den zurückliegenden Streik-tagen bereits ca. 4.000 Kolleginnen und Kollegen an Aktionen beteiligt.


Aufgerufen sind die Beschäftigten von Primark in Bielefeld und H&M in Pa-derborn, Gütersloh, Detmold, Minden, Bielefeld, und Bad Oeynhausen, von, Kaufland Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Detmold und Bielefeld, so-wie 2 Kauflandfilialen in Paderborn von Douglas in Minden, Herford, Biele-feld (Bahnhofstr. und Niedernstr.), Paderborn (Westernstr. und Pohlweg), Gütersloh, Bad Salzuflen und Bünde, von IKEA in Bielefeld, von Smyth Toys in Paderborn, vom Marktkauffilialen in Gütersloh, Schloß-Holte Stuken-brock, Bielefeld (Senefelder Str., Rabenhof, Oldentruper Str. und Artur-La-denbeck-Str.), Blomberg, Lage, Lemgo, Bad Salzuflen und Herford und Lübbecke. Aus dem Groß- und Außenhandel werden die Beschäftigten von Schüco, Phoenix und Leitz in Bielefeld, sowie Noweda in Herford und Edeka Foodservice in Bielefeld und Herford aufgerufen.


„Die massiv gestiegenen Preise haben große Löcher in die Haushaltskas-sen der Beschäftigten gerissen. Im April stiegen die Preise für Lebensmittel in NRW um 17,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit erleben die Verkäuferinnen im Lebensmitteleinzelhandel täglich, wie die Preise der Produkte, die sie über die Kasse ziehen, teurer und damit für sie selbst im-mer unerschwinglicher werden. Sie fühlen sich mit ihren Sorgen und Nöten nicht ernst genommen. Nur tabellenwirksame Entgelterhöhungen sind nachhaltig und sorgen für gute Einkommen jetzt und in der Rente.“, so Silke Zimmer, ver.di-Verhandlungsführerin für den Einzelhandel und den Groß- und Außenhandel in Nordrhein-Westfalen.

Ursula Jacob-Reisinger, Gewerkschaftssekretärin für den Handel in OWL bestätigt: „Die Streikbereitschaft ist sehr hoch und auf das Verhalten der Arbeitgeber zurückzuführen.“


ver.di fordert in der Tarifrunde 2023 im Einzelhandel NRW 2,50 Euro mehr Gehalt und Lohn pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft die gemeinsame Bean-tragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge und ein rentenfestes Mindestentgelt von 13,50 Euro pro Stunde.


Die Verhandlungen werden am 12. Juni in Recklinghausen fortgeführt.


Im Groß- und Außenhandel NRW fordert ver.di eine Erhöhung der Entgelte von 13 Prozent, mindestens aber 400 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge (AVE).


Die Verhandlungen werden am 13. Juni 2023 fortgesetzt.

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